Pronomen +

[Aktualisierung am 16.8.2013]
[The following text gives an example of German gender neutral pronouns like they, ze or hir in the in English language.]

Pronomen brauchen nicht zwangsläufig ein Geschlecht. Ich finde es unsinnig bei jeder Erwähnung eines anderen Menschen das Geschlecht anzugeben. Ich wollte 2009 also selber die Pronomen ohne Geschlecht festlegen, weil ich damals in der deutschen Sprache keine solchen kannte.

Bei den Pronomen ohne Geschlecht handelt es sich um Pronomen für die 3. Person Singular, die sich jedoch nicht wie er|sie auf ein bestimmtes Geschlecht beziehen. Ich könnte auch von Pronomen mit vielen Geschlechtern sprechen. Die Pronomen beziehen sich auf Menschen, aber das Geschlecht wird beim Sprechen nicht festgelegt: das Personalpronomen xier, das Possesivpronomen xieser, den Artikel und das Relativpronomen dier.

Pronomen ohne Geschlecht

Übersicht

In reinem Text


Die akutelle Version der Pronomen ohne Geschlecht in reinem Text mit Hyperlinks und Tooltip-Erklärtexten.

Mit Comicillustrationen

Abbildung eines Koffers in dem sich die Symbole der Genera Neutrum, Femininum, Maskulinum, Aliudum und Generalium befinden.
Die aktuelle Version der Pronomen ohne Geschlecht als ComicZineHeftchen, das auf diesem Blog vollständig Seite für Seite gelesen werden kann. Das Zine kann beim Kunst- und Textwerk auch gedruckt mit farbigen Linoldruck bestellt werden.

MiniComic 12 : Xier


Im Minicomic Xier werden die Personalpronomen an Hand einer Geschichte über Weinbergschnecken und ihren Schneckenhäusern erklärt. Das MiniComic gibt es auch aus einem Stück Papier gefaltet zum bestellen beim Kunst- und Textwerk.

Neuerungen

Teaser ComicZine : Xier packt xiesen Koffer
Änderungsvorschläge und Neuerungen werden für zukünfige Versionen gesammelt, die dann in die nächste Version einfließen.

Historie der Pronomen ohne Geschlecht

Version 1.0

Die erste Version der geschlechtsneutralen Pronomen, also Pronomen ohne Geschlecht 1.0, ist Anfang 2009 in Zusammenarbeit mit Sarah Hill entstanden. Zu der Zeit als wir den ersten Satz Pronomen auf ein Stück Papier geschrieben haben, gab es sowas auf deutsch nicht und es hat uns gefehlt. Wir wollten endlich auch in der deutschen Sprache genderneutrale Pronomen haben, die mit genderneutralen Substantiven und Subjekten zu benutzen wären. Wir kannten verschiedene Formen solcher Pronomen schon auf Englisch. So entstanden die Personalpronomen sif|sis|sim|sin, die Possesivpronomen sir|sires|sirem|siren und die Artikel dif|dis|dim|din.

Version 2.0

2010 habe ich in Pronomen ohne Geschlecht 2.0 die Personalpronomen, die Possesivpronomen und personenbezogenen Artikel verändert, um die Aussprache einfacher zu lesen zu machen. Außerdem habe ich die Endungen stärker an die Endungen der Fragewörter für alle vier Fälle angepasst. So entstanden die Personalpronomen sier|sies|siem|sien, die verschiedenen Formen des Possesivpronomens sienir und die Artikel dier|dies|diem|dien.

Version 3.0

Die Kommentare von Liliane Gross auf dieser Webseite haben mich 2012 überzeugt den Anfangsbuchstaben aller Pronomen von s auf x umzustellen. Den Anfangsbuchstaben der Artikel, beziehungsweise Relativpronomen, habe ich bei d belassen. Weiterhin wurden die Possesivpronomen an die bestehende Grammatik angepasst um sie leichter erlernbar zu machen. Aussderdem können die Artikel auch als Relativpronomen benutzt werden. Andere haben das einfach mal gemacht und ich habe die jetzt dazu genommen. Das sind damit die Pronomen ohne Geschlecht 3.0.

Version 3.1

Es geht bei dieser Version vor allem um einen kurzen, konzentrierten verständlichen Text. Es wurden nur kleine Verbesserungen an den Pronomen vorgenommen. Dieser Text ist in dier Queerulant_in Nummer 4 in der Onlineausgabe auf der Webseite dies Queerulant_in, in der gedruckten Ausgabe auf Papier und hier als Blogeintrag, Pronomen ohne Geschlecht 3.1, erschienen.

Außerdem wurde der Artikel am 28.5.2013 auf dem Blog der Mädchenmannschaft querveröffentlicht, dort wird er auch diskutiert.

Version 3.2

Die aktuelle Version ist als Vorbereitung und Begleitheft für den Workshop über Pronomen ohne Geschlecht in Düsseldorf entstanden. Ich habe kleine Korrekturen bei der Aussprache vorgenommen. Es gibt zwei Versionen das ComicZineHeftchen und die Transkription in reinen Text.

27 Gedanken zu “Pronomen +

  1. Hallo Anna,
    ich arbeite an einer Übersetzung aus dem Englischen und habe dieses Pronomenproblem. Die hier genannten Formen finde ich schlüssig und überzeugend. Bei einer Sache sehe ich allerdings nicht ganz klar. Ersetzen die Possesivpronomen sienir, sienis, sienim, sienin alle Fälle des grammatikalischen Neutrums (z.B. das Gewand, das Geschlecht u.s.w.) oder beziehen sich diese Formen allein auf das neu eingeführte 4 Geschlecht, dann würde es heißen: sien Gewand, sienes Gewandes, sienem Gewand, sienen Gewand?
    Danke,
    Jan

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  2. Hallo Jan,

    super dass du unsere Pronomen gut findest. Nach welchen Kriterien hast du die beste Pronomenvariante ausgesucht? Kannst du mir die Links geben für Seiten die du auch recherchiert hast (die ich noch nicht verlinkt habe).

    Die Possesivpronomen sienir, sienis, sienim, sienin beziehen sich nur auf das 4. Geschlecht, welches sich auf Personen und nicht auf Gegenstände bezieht. Genau wie du vorschlägst würde es heißen: sien Gewand, sienes Gewandes, sienem Gewand, sienen Gewand.

    :)
    Anna

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  3. hallo anna,
    neeee… ich muss dir und sarah danken, dass ihr das mit den geschlechtsneutralen pronomen ausgefuchst habt!!! ich kann auch nur schwer glauben, wie wenig sich geschlechtsneutralität in deutscher sprache bisher durchgesetzt hat. immer wenn ich in den usa bin, ist es so toll, wie leute einfach ‚they‘ benutzen, statt mich in die ‚he‘ oder ’she‘ schublade zu stecken und ich so viel weniger über meine geschlechtsidentität nachdenken muss!!! ich hoffe irgendwann ist das mit den pronomen so normal, wie sich auch der unterstrich mittlerweile in manchen kreisen durchgesetzt hat.

    danke also an euch sagt:
    dier anette.

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      • Juhus..

        dank dir fuer die Antwort, bin mir aber nicht ganz sicher ob mir eure Lösung gefällt.
        Ich finde die Kombination etwas unglücklich, da bei den Personal- und Possesivpronomen immernoch das ’sie‘ überwiegt.
        So rein vom Gefühl her würde ich das ’s‘ durch ein ‚x‘ ersetzen. Es wär ein guter Hinweis auf crossgender und man erhält eine fast ähnlich Aussprache. Durch den schärferen x-Laut wird aber wieder verdeutlicht, dass man sich oder andere eben nicht als ’sie‘ oder ‚er‘ identifiziert.

        Lia

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      • Hallo Lia,

        ich finde die Idee mit den ‚x‘ schön. das würde bestimmt auch gut aussehen. Vielleicht hast du ja noch andere Ideen und magst die hier posten. Wenn Du woanders was dazu postest/gepostet hast, würde ich das gerne verlinken.

        Ich denke das die Ausprache beim ’s‘ ist vielleicht doch klarer ist. Ich bin da noch nicht entschieden, weil mir ‚x‘ in seiner Ungewohntheit gut gefällt.

        Vom grammatikalischen her sind die Personalpronomen eher den maskulinen Pronomen ähnlich als den femininen. Wir haben uns ja an den Endungen der Fragewörter orientiert und die entsprechen den maskulinen Pronomenendungen. Daher führt der Anfangsbuchstabe ’s‘ eher zu mehr als zu weniger Gleichgewicht zwischen den zwei herkömmlichen Pronomensätzen.

        (Freue mich über Deine Kommentare)

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  4. Juhus again..

    Das mit den Personalpronomen kann ich so nicht bestätigen.
    Sier klingt wie ein Zusammenschub von sie und er mit einer dominanz auf sie, weil es als erstes steht.
    Siem und sien hören sich für mich an wie eine verweiblichung der maskulinen Pronomen und nicht wie eine Neutralisierung.
    Xier, xiem und xien würde da ein bisschen Abhilfe schaffen. X für Cross, x für durchgestrichen, x für nicht vorhanden und trotzdem folgt es noch dem deutschen Sprachgefühl.

    Hab übrigends nirgendwo sonst über das Thema gepostet, weil der Artikel hier bis jetzt der einzige ist, den ich finden konnte ^^

    Lia

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    • Hmm.. noch ein paar Gedanken ^^

      Die Kombination „es siem“, wie zum Beispiel in „Gib es siem“, kann sehr schnell klingen wie ein „Gib es ihm“.
      Bei einem x-Laut kann es jedem selbst überlassen bleiben, wie start das x betont wird. Es kann ein sanftes x sein, was fast genauso klingt wie siem, aber auch ein scharfes x um es von einem vorgegangenen s deutlich zu unterscheiden. Mit dem x hätte man im obrigen Beispiel keinelei probleme das „xiem“ vom „ihm“ abzugrenzen.

      Lia

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  5. @ Lia

    Mittlerweile bin ich ziemlich begeistert von xier, xies, xiem, xien. Du hast mich mit den verschiedenen Bedeutungen von x überzeugt. Mir ist jetzt auch aufgefallen wie nah das x am *. * wird eh schon benutzt um Vielfalt und Alternativen zur verordneten Zweigeschlechtlichkeit aufzuzeigen (entsprechend auch der Link zu Persson Perry Baumgartinger und der allererste Link oben).

    Was die Ausprache angeht bin ich ganz angetan von [ks] also [ksiːr], [ksiːz], [ksiːm], [ksiːn]. Sobald ich Zeit habe werde ich Pronomen ohne Geschlecht 3.0 anlegen.

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  6. @ Lia

    Ich würde dich gerne zitieren, weil du die Form und Ausprache von den Pronomen ohne Geschlecht maßgeblich beeinflusst hast. Unter welchem Namen möchtest du zitiert werden?

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  7. Ich bin ein wenig verwirrt. Mir scheint bei dem was ich lese, dass du eigentlich das zwanghafte Gendern bekämpfen möchtest, Räume schaffen willst, aber warum gibst du dann verschiedene Pronomen für verschiedene Geschlechter an? Wo steht da der Sinn?
    Nur als Erklärung, ich ordne mich in keines der gängigen Geschlechter ein. Dementsprechend hänge ich bei Pronomen oft in der Luft, weil Menschen einen immer als >ersieeswas ich denn nun sei<. Und nur, weil man das gängige Er/Sie/Es ersetzt, macht es das nicht besser. Dann werde ich trotzdem dasselbe gefragt. Das ist unsinnig.
    Es gibt viel brennendere Probleme, gerade was das Thema Gender angeht, aber bei Pronomen ansetzen? Und dann auch noch so?
    Dann kann man sich gleich bei einigen der übrigen Politiker einreihen, die gerne einmal Probleme an den Symptomen und nicht an der Wurzel bekämpfen.

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    • Hallo Peep!
      Pronomen ohne Geschlecht haben mir und anderen gefehlt. Deswegen macht deren Existenz viel Sinn für uns. Pronomen zu haben, löst aber nicht automatisch alle anderen Probleme rund um das Thema Gender. Das ist eben nur ein Thema und genau darum geht es auf dieser Blogseite.

      An welcher Stelle siehst Du das „zwanghafte Gendern“? Was genau stört dich daran, ich habe Dir noch nicht ganz folgen können.

      Für mich geht es um zwei wichtige Aspekte: mehr Pronomen für die Selbstbezeichung und ein Pronomen, welches den generischen Maskulin ersetzen könnte.

      Manche Menschen die zwischen den Geschlechtern stehen, wollen für sich ein anderes Pronomen als ‚sie’ und ‚er’ benutzen. Das gilt aber nicht für alle, klar. Das Pronomen ‚xier’ ist ein Möglichkeit und wenn sie Dir nicht sinnvoll erscheint wirst Du sie nicht benutzen. Die Betonung liegt auf -Selbst-bezeichnung.

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  8. Hallo Anna,
    müßte es nicht der Vollständigkeit halber noch Pluralformen bei den Possessivpronomen geben oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?
    Also so was wie:
    Xiese Kolleg_innen sind nett. Ich schäme mich xieser Kolleg_Innen. Ich gebe xiesen Kolleg_Innen einen Hinweis. Ich finde xiese Kolleg_innen nett?
    dier Flo

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    • Hallo Flo,

      Substantive im Plural unterscheiden sich: Kolleginnen, Kollegen und Kolleg_innen. Die Pronomen sind jedoch immer die gleichen wie bei den beiden herkömmlichen Pronomen im Plural. Du hast das ja in deinem Kommetar gleich auf Kolleg_innen angewendet. So würde ich das auch machen, aber weil es gleich ist, habe ich es nicht extra aufgeführt.

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  9. Liebe Anna, benutzt Du die Pronomen auch im Alltag? Mich würde mal interessieren wie es klingt. Hast Du nicht Lust mal ein paar Sätze aufzunehmen oder ein Video zu machen?
    Viele Grüße, Jojo

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    • Ich benutze die Pronomen beim Sprechen, wenn ich über Menschen rede die das Singular they für sich auf English benutzten (Aliudum). Im Deutschen ist das noch nicht so etabliert, da würde ich es jederzeit auf Wunsch machen. In bestimmten Kontexten benutze ich die neuen Pronomen im Generalium. Es gibt Textbeispiele im ComicZine. Das wird so gesprochen wie du es liest. Ich werde keine Audio oder Videoaufnahmen von mir hochstellen.

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  10. Hallo!
    Ich suche Deutsche Geschlechtsneutraler Pronomen, und ich habe diese Webseite gefunden. Deutsch ist nicht meine Muttersprache; also, ich bin nicht sicher, wie diese pronomen sich deklinieren. Ich verstehe xier, xien, xiem und dier/n/m, aber xies, xieser und xiesen verstehe ich nicht. Im Vergleich mit weiblichen Pronomen, was ist xies, xieser, und xiesen? Danke sehr für Ihre hilfe!

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    • Sie geht ins Kino = Xier geht ins Kino
      Ich rufe sie an = Ich rufe xien an

      Sie geht mit ihrer Schwester ins Kino = Xier geht mit xiesem Schwester ins Kino
      Ich rufe ihre Schwester an = Ich rufe xiesen Schwester an

      Ich hoffe das hilft weiter. :)

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  11. Hallo,

    ich habe als Lehrer folgendes Problem: Ich muss bei neutralen Pronomen auch Lernende mit einer LRS berücksichtigen oder mit Deutsch als Zweitsprache. Einige Gedanken dazu:

    „ie“ ist generall ungünstig, da es schnell wie „ei“ gelesen wird, insbesondere von Menschen, die bisher nur wenig bis gar kein LRS-Training hatten oder sich nie eigenständig eine Ersatzstrategie aneignen konnten.

    xier => sieht aus wie hier
    xies => sieht aus wie dies und wie bereits angesprichen „ich schäme mich seiner/ihrer“ wäre wohl mehr wie xieser, was aussieht wie „dieser“.
    xiem und xien sehen so weit OK aus (abgesehen vom „ie“).

    dier=> ist ein gern gemachter Fehler beim Schreiben von „dir“.
    dies = dies
    diem ist OK
    dien => wird zu dein und damit ebenfalls problematisch.

    Mit einem simplen „i“ wäre schon einiges gewonnen:
    xir/xis/xim/xin und dir(! AAAAH)/dis/dim/din.

    Da wir aber auch Umlaute haben, die es sogar vereinfachen nach Gehör zu schreiben (insbeondere ö und ü) würde ich tatsächlich folgende Schreibung bevorzugen:
    xör/xös/xöm/xön und dör/dös/döm/dön.

    Schade ist jedoch, dass bei diesem Konzept der Inklusionsgedanke verloren geht. Mit 4 Geschlechtern fächern wir weiter auf, obwohl wir dies im Schulsystem gerade bekämpfen wollen. Für Schüler mit Lernschwierigkeiten ist jedes weitere neu aufgeschriebene Pronomen ein neuer grammatikalischer Kampf, besonders wenn noch ein Migrationshintergrund hinzukommt bei dem die Eltern Deutsch schlechter beherrschen als das Kind. Schön wäre es, wie im Türkischen nur ein Pronomen zu haben, dass prinzipiell aber alle umfasst (das Türkische benutzt „o“/onun/ona/onu in der 3. Person singular).

    Ich werde die Pronomen mal in einer Mathematikaufgabe antesten und schauen, welche Debatte mit den Lernenden zu Stande kommt. Ich würde mich freuen, wenn Menschen mit LRS, mehrsprachigem Hintergrund und solche mit Lernschwierigkeiten beim Finden von Pronomen zukünftig Berücksichtigung finden.

    Weiter gutes Gelingen!
    Sophia

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    • Hallo Sophia,
      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Zunächst habe ich ‚i‘ statt dem jetzt benutzen ‚ie‘ verwendet. Ich habe gewechselt weil ‚i‘ sowohl lang als auch kurz ausgesprochen werden kann und ‚ie‘ die lange Aussprache klar ist. Danke für die Hinweise zu welchen neuen Problemen das bei LRS führt.

      Deinen Vorschlag den Wortstamm aus ‚xö‘ und ‚dö‘ zu ändern behalte ich im Hinterkopf. Das entscheidende für mich sind bei den neuen Pronomen die Endungen. Der Stamm kann sehr einfach gewechselt werden. Es wird auch in der neuen Edition noch ein paar Änderungen geben bei den Endungen der Possessivpronomen (xies, xiesa, xiesam, xiesan).

      Grundsätzlich braucht es zwei neue Sätze Pronomen, der eine spezifisch für Menschen die sich nichtbinär verorten. (Menschen fehlte genau das bisher). Weiterhin sprichst du die Verwendung von einem Satz Pronomen für alle an, also mit unspezifischer Verwendung. Letzteres könnte dann ausschließlich verwendet werden. Ich selbst wollte jedoch zunächst was fehlte ergänzen und weniger die deutsche Grammatik erneuern. :)

      Ich finde es toll das du die Pronomen mit den Lernenden antesten willst. Ich freue mich darauf noch mehr Feedback zu bekommen.

      Liebe Grüße, Anna

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  12. Hallo,

    ich versuche gerade eine einfache Tabelle mit „xier“ für meine Freunde zu entwerfen damit wir in Texten damit arbeiten können. Hierbei bin ich jetzt auf ein kleines Problem gestoßen.
    Wenn man einen Satz in der Art schreibt: „Sein Stift fällt auf den Boden.“ Dann ist das mit xier: „Xies Stift fällt auf den Boden.“
    Setzt man dies aber nun in die Mehrzahl ist es: „Seine Stifte fallen auf den Boden.“ Aber mit xier bin ich mir unsicher wie es dann heißt. Ich dachte an: „Xiese Stifte fallen auf den Boden.“, bin mir da aber ziemlich unsicher.

    Liebe Grüße, Liska H.

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  13. Wie funktioniert das mit Adjektivendungen? Z.B. Xier ist ein[…] sehr gut[…] Student* / Studentx. Die Tabelle hätte ich auch sehr gern! Ich unterrichte Deutsch in den USA und würde sehr gerne meinen Student_innen geschlechtsneutrale Alternativen/Möglichkeiten in der deutschen Sprache beibringen.

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